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IPTV-Favoriten im Familienhaushalt organisieren: Senderlisten strukturieren und Duplikate vermeiden

26. Oktober 2026 · 14 Min. Lesezeit

Familienwohnzimmer mit gepolstertem Sofa und ausgeschaltetem Fernsehgerät.

Wenn mehrere Personen in einem Haushalt denselben Fernsehanschluss und dieselbe Benutzeroberfläche nutzen, treffen naturgemäß unterschiedliche Sehgewohnheiten aufeinander. Während Erwachsene verlässliche Nachrichtensendungen, politische Magazine oder Dokumentationen bevorzugen, suchen jüngere Kinder nach altersgerechten Animationsformaten, und Jugendliche oder Großeltern haben eigenständige Interessen. In vielen Familien führt diese Vielfalt ohne feste Struktur rasch zu einer überladenen Senderliste. Werden neue Kanäle jeweils spontan auf Zuruf zu den Favoriten hinzugefügt, sammeln sich binnen kurzer Zeit unzählige Einträge an.

Besonders störend ist dabei das Phänomen der schleichenden Doppelung: Ein und dasselbe Programm taucht plötzlich mehrfach in der Auswahlliste auf – in unterschiedlichen Auflösungen, als regionale Varianten oder infolge mehrfacher Zuweisungen. Anstatt den gewünschten Sender direkt zu starten, verbringt die Familie Zeit damit, durch unübersichtliche Menüs zu blättern. Eine strukturierte Herangehensweise an die persönliche Favoritenverwaltung schafft hier Abhilfe. Es geht dabei nicht um technische Manipulationen, sondern um eine methodische, an den Bedürfnissen aller Mitbewohner ausgerichtete Haushaltsorganisation. Dieser Leitfaden vermittelt, wie Familien ihre Favoritenlisten bereinigen, Duplikate systematisch eliminieren und eine pflegeleichte Ordnung etablieren.

Die typische Senderflut im Familienalltag: Warum Favoritenlisten schnell überquellen

In den meisten Haushalten entsteht eine Favoritenliste nicht nach einem festen Plan, sondern wächst über Monate hinweg organisch. Wann immer ein Familienmitglied beim Zappen auf eine interessante Sendung stößt, wird der Kanal kurzerhand mit der Favoritentaste markiert. Da dies unkoordiniert geschieht, verfehlt die Favoritenfunktion bald ihren eigentlichen Zweck: Anstatt eine kompakte Schnellwahl zu bieten, verwandelt sie sich in ein zweites, unübersichtliches Gesamtverzeichnis.

Typische Dynamiken im gemeinsamen Alltag verstärken dieses Problem:

• Zeitversetzte Nutzung und Interessen: Morgens stehen für Kinder kurze Animationsserien im Vordergrund, nachmittags laufen Wissensmagazine, während abends Nachrichten und Spielfilme gefragt sind. Liegen all diese Sender ungeordnet in einer langen Liste, muss jedes Familienmitglied stets an den Vorlieben aller anderen vorbeiscrollen.

• Spontane Hinzufügungen bei Sonderereignissen: Bei großen Sportereignissen, Wahlen oder Themenabenden wird ein Spartensender rasch zu den Favoriten gepackt. Nach dem Ereignis gerät der Eintrag in Vergessenheit und verbleibt dauerhaft in der Auswahl.

• Fehlende Zuständigkeiten: Wenn mehrere Personen die Fernbedienung nutzen, fühlt sich niemand für die Listenpflege verantwortlich. Aus Sorge, ein anderes Haushaltsmitglied könnte ein Programm vermissen, wagt niemand, scheinbar ungenutzte Kanäle zu entfernen.

• Verwechslung von Gesamtliste und Auswahlliste: Viele Endgeräte bieten umfangreiche Gesamtlisten. Wenn Familien versuchen, all diese Angebote in die Favoriten zu übernehmen, um vermeintlich nichts zu verpassen, geht der orientierende Nutzen der Favoriten verloren.

Das Resultat ist digitaler Ballast. Eine gezielte Entrümpelung und eine verbindliche Struktur sind daher der erste Schritt zu einem entspannten Fernsehalltag.

Die Ursachen für Dubletten: Regionale Varianten, Auflösungen und Mehrfachimporte

Das ärgerlichste Merkmal ungepflegter Favoritenlisten sind Dubletten. Es kommt häufig vor, dass ein Hauptsender oder ein Spartenkanal mehrfach in der Favoritenliste auftaucht. Um diese Doppelungen wirksam zu beseitigen, müssen die typischen Ursachen verstanden werden:

• Regionale Fensterprogramme: Öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten bieten teils regional aufgeteilte Untervarianten desselben Senders an (etwa für regionale Nachrichtenmagazine). Wer bei der Sendersuche unbedacht sämtliche regionalen Ableger speichert, belegt oft mehrere Plätze mit nahezu identischen Übertragungen. Sofern im Haushalt kein konkretes Interesse an Nachbarregionen besteht, reicht meist die Variante des eigenen Wohnorts aus.

• Parallele Auflösungsstufen (SD und HD): Viele Sender werden parallel in Standardauflösung (SD) und Hochauflösung (HD) ausgestrahlt. Wird unachtsam die SD-Version ausgewählt und später von einer anderen Person die HD-Version hinzugefügt, existieren beide Kanäle nebeneinander. Dies sorgt für Verwirrung und belegt unnötig Plätze.

• Automatisierte Senderaktualisierungen: Bei Systemaktualisierungen werden geänderte Kanalparameter oft als neue Einträge ans Ende der Liste angehängt, anstatt bestehende Verknüpfungen abzugleichen. Wurde der ursprüngliche Sender bereits als Favorit geführt, taucht er nach dem Update plötzlich doppelt auf.

• Fehlende visuelle Unterscheidung: Manche Menüs schneiden lange Sendernamen auf kleineren Bildschirmen ab. So lässt sich nicht sofort erkennen, welche Regional- oder Qualitätsvariante vorliegt, und Nutzer speichern vorsorglich mehrere Fassungen.

• Mehrfachabspeicherung durch verschiedene Personen: Befindet sich ein Sender auf einem hinteren Platz einer langen Liste, suchen Mitbewohner oft nicht danach, sondern fügen ihn über die Suche erneut hinzu. Viele Systeme legen daraufhin einen weiteren Eintrag an.

Wer diese Ursachen kennt, kann bei der Bereinigung gezielt vorgehen und festlegen, welche Programm- und Qualitätsvarianten im Haushalt tatsächlich benötigt werden.

Grundprinzipien einer nachhaltigen Favoritenstruktur im Mehrpersonenhaushalt

Ein erfolgreiches Ordnungskonzept setzt klare Spielregeln voraus. Bevor einzelne Tasten auf der Fernbedienung gedrückt werden, sollten die Haushaltsmitglieder einige grundlegende Leitlinien vereinbaren:

• Die „Ein Sender, eine Version“-Orientierung: Um Doppelungen zu vermeiden, empfiehlt es sich meist, ein Programm nur einmal in der bevorzugten Qualitätsstufe zu hinterlegen. Wenn die Internetanbindung stabil ist und das Endgerät HD unterstützt, genügt in der Regel dieser HD-Kanal. SD-Versionen oder mehrere Regionalfenster bleiben nur dann in der Liste, wenn sie im Haushalt bewusst als Ausweichkanal bei Bandbreitenengpässen oder für familiäre Bezüge gewünscht werden.

• Orientierung an einer überschaubaren Kanalzahl: Eine Favoritenliste entfaltet ihre Stärke vor allem dann, wenn sie kompakt bleibt. Als rein optionales persönliches Ziel können beispielsweise rund 25 bis 40 Sender als Orientierungsrahmen dienen, wobei jeder Haushalt den Umfang frei an den tatsächlichen Bedarf anpasst. Eine selbst gewählte Obergrenze hilft dabei, den Überblick zu bewahren.

• Optionale Einteilung in Ziffernblöcke: Sofern die verwendete Anwendung oder das Empfangsgerät eine manuelle Sortierung oder feste Kanalnummern unterstützt, kann eine Zoneneinteilung nach Themenfeldern die Orientierung erleichtern (beispielsweise Plätze 1 bis 10 für Hauptprogramme, 11 bis 20 für Kinder- und Familienformate sowie weitere Blöcke für Dokumentation oder Unterhaltung). Die genaue Aufteilung lässt sich flexibel an die Haushaltsinteressen anpassen.

• Abstimmung auf die Fernbedienung: Bei Fernbedienungen mit Ziffernfeld bieten feste Kanalnummern eine praktische Orientierung. Bei Fernbedienungen, die vor allem auf Steuerkreuze setzen, empfiehlt es sich, die meistgenutzten Programme auf den ersten Plätzen abzulegen, um unnötiges Blättern zu reduzieren.

• Einvernehmliche Ergänzungen: Ein neuer Sender sollte nicht spontan hinzugefügt werden. Möchte jemand ein neues Programm dauerhaft nutzen, wird dies kurz im Vorfeld besprochen, damit die gemeinsame Ordnung erhalten bleibt.

Schritt-für-Schritt-Anleitung: Die Favoritenliste gründlich bereinigen

Die Bereinigung einer gewachsenen Senderliste erfordert ein methodisches Vorgehen. Wählen Sie dafür einen ruhigen Moment, an dem der Fernseher für etwa eine halbe Stunde frei verfügbar ist.

Gehen Sie die Schritte nacheinander durch:

• Wunschliste auf Papier skizzieren: Notieren Sie die Vorschläge aller Haushaltsmitglieder auf einem Notizblatt in den Spalten Sendername, gewünschte Auflösung, Hauptnutzer und Ziffernbereich. Bitten Sie jedes Familienmitglied um seine unverzichtbaren fünf bis acht Lieblingsprogramme. Streichen Sie Doppelnennungen bereits auf dem Papier.

• Bestandsaufnahme im Favoritenmenü: Öffnen Sie die Bearbeitungsansicht Ihrer Favoriten auf dem Empfangsgerät. Verschaffen Sie sich einen Überblick über die Gesamtzahl der gespeicherten Einträge und prüfen Sie, welche Kanäle seit Monaten ungenutzt geblieben sind.

• Gezielte Beseitigung ungewollter Duplikate: Prüfen Sie parallele Einträge desselben Senders. Sofern Bildqualität und Datenrate stabil sind, kann auf parallele SD-Einträge meist verzichtet werden, es sei denn, sie dienen als bewusste Reserve. Entfernen Sie zudem versehentlich mehrfach verknüpfte Einträge und jene Regionalfenster, die im Haushalt von niemandem geschaut werden.

• Ungenutzte Programme aussortieren: Gleichen Sie die verbliebene Auswahl mit der handschriftlichen Wunschliste ab. Kanäle, die nicht mehr benötigt werden, können aus den Favoriten genommen werden. Vergewissern Sie sich dabei an einem einzelnen Testkanal, dass Ihre App den Eintrag lediglich aus der Favoritenauswahl nimmt und nicht vollständig aus der Gesamtkanalliste löscht.

• Reihenfolge nach Themen anlegen: Falls Ihre Benutzeroberfläche das manuelle Verschieben oder Nummerieren gestattet, ordnen Sie die Kanäle nach den besprochenen Schwerpunkten – etwa mit den meistgesehenen Programmen am Listenanfang und anschließenden Bereichen für Kinder- oder Spartenprogramme.

• Probe-Zapping und Konfiguration sichern: Schalten Sie die neue Liste testweise durch, um die Funktion der Einträge zu überprüfen. Bietet Ihre App oder Ihr Gerät eine Export- oder Sicherungsfunktion für Kanallisten, empfiehlt sich das Anlegen eines Backups. Behandeln Sie maschinenlesbare Sicherungsdateien vertraulich und unverändert an einem sicheren Speicherort.

Praxis-Checkliste zur Favoritenbereinigung

• Alle Familienmitglieder nach ihren 5 bis 8 wichtigsten Sendern befragen.

• Gemeinsame Wunschliste auf Papier erstellen und doppelte Nennungen abgleichen.

• Favoritenmenü aufrufen und die Gesamtzahl der gespeicherten Kanäle erfassen.

• Unnötige SD-Doppelungen entfernen, sofern keine SD-Reserve benötigt wird.

• Nicht benötigte regionale Fensterprogramme in Abstimmung mit dem Haushalt aussortieren.

• Ungenutzte Kanäle nach einem kurzen Test der Entfernungsfunktion aus den Favoriten nehmen.

• Verbliebene Sender nach Themenbereichen oder Ziffern ordnen, sofern vom System unterstützt.

• Probe-Zapping durchführen und Bild- sowie Tonwiedergabe überprüfen.

• Liste über die internen Geräteeinstellungen sichern, sofern unterstützt.

Methoden im Vergleich: Wie Familien ihre Senderaufteilung organisieren können

Nicht jede Familie benötigt dasselbe Organisationsmodell. Während in kleinen Haushalten eine schlichte Gemeinschaftsliste ausreicht, profitieren größere Familien von differenzierteren Ansätzen. Die folgende Übersicht stellt vier praxiserprobte Modelle mit ihren Vor- und Nachteilen gegenüber:

Organisationsmethode: Zentrale Kompaktliste · Geeignet für: Kleine Haushalte, überschaubare Sehgewohnheiten · Wesentliche Vorteile: Hohe Übersichtlichkeit; kein Profilwechsel; einheitliche Orientierung · Mögliche Nachteile: Kompromissbereitschaft nötig; wenig Raum für viele Spartensender · Typischer Pflegeaufwand: Sehr gering (gelegentliche Durchsicht)

Organisationsmethode: Strukturierte Ziffern- oder Themenblöcke · Geeignet für: Haushalte mit unterschiedlichen Altersgruppen · Wesentliche Vorteile: Klare Zuordnung nach Sparten; zielgerichtete Orientierung für Familienmitglieder · Mögliche Nachteile: Disziplin bei Neuaufnahmen nötig; setzt Sortierfunktion der App voraus · Typischer Pflegeaufwand: Gering bis mäßig (gelegentliche Anpassung)

Organisationsmethode: Getrennte Benutzerprofile (falls unterstützt) · Geeignet für: Mehrgenerationenhaushalte, Wohngemeinschaften · Wesentliche Vorteile: Individuelle Zusammenstellung pro Person; separate Listen bei getesteter App-Isolation · Mögliche Nachteile: Je nach App manuelle Profilauswahl; globale Einstellungen teils geteilt; ersetzt keinen Jugendschutz · Typischer Pflegeaufwand: Höher (Profile müssen einzeln gepflegt werden)

Organisationsmethode: Thematische Favoritenordner (falls verfügbar) · Geeignet für: Haushalte mit breiten Sparteninteressen · Wesentliche Vorteile: Schneller Wechsel nach Programmart; Hauptliste bleibt entlastet · Mögliche Nachteile: Nicht von jeder Software unterstützt; zusätzliche Bedienschritte · Typischer Pflegeaufwand: Mäßig (gelegentliche Ordnerkontrolle)

Welche Methode sich am besten eignet, hängt von den Funktionen der genutzten App und den Haushaltsbedürfnissen ab. Eine strukturierte Blockeinteilung bietet oft einen guten Mittelweg, ohne zwischen Konten wechseln zu müssen. Separate Benutzerprofile ermöglichen personalisierte Listen, sofern die App Favoriten tatsächlich unabhängig voneinander speichert, erfordern jedoch bei Änderungen mehrfachen Pflegeaufwand. Wichtig dabei: Ein separates Kinderprofil oder das Ausblenden von Sendern schützt Kinder nicht verlässlich vor ungeeigneten Inhalten; hierfür sind geprüfte Jugendschutzeinstellungen mit PIN-Sperre sowie elterliche Begleitung erforderlich.

Zwei fiktive Praxisszenarien: Strukturierung im Vier-Personen-Haushalt und Mehrgenerationenhaus

Zur Veranschaulichung der vorgestellten Prinzipien dienen zwei detaillierte, rein hypothetische Fallbeispiele. Beide Szenarien sind frei erfunden und verdeutlichen typische Herausforderungen und deren organisatorische Lösung.

> [!IMPORTANT] > Wichtiger Hinweis zum Schutz vertraulicher Zugangsdaten: Bei der Konfiguration und Pflege dürfen Zugangsdaten, Kennwörter, Serveradressen, Playlist-URLs oder Authentifizierungs-Tokens keinesfalls unbedacht weitergegeben werden. Notieren Sie vertrauliche Daten nicht auf frei einsehbaren Zetteln. Falls Konfigurationsdaten exportiert werden: Maschinenlesbare Sicherungsdateien dürfen nicht editiert werden, sondern müssen unverändert an einem sicheren Ort verwahrt werden. In geteilten handschriftlichen oder digitalen Notizen für Familienmitglieder werden sensible Zugangsdaten von vornherein weggelassen.

#### Fiktives Szenario 1: Vierköpfige Familie Hoffmann mit zwei Kindern (8 und 13 Jahre)

• Ausgangslage: Im Wohnzimmer wuchs die Favoritenliste im Laufe der Zeit auf über 100 Kanäle an. Beim Fernsehabend kam es häufig zu Suchzeiten: Trickfilm- und Wissenskanäle lagen verstreut zwischen späten Krimi- oder Spartensendern, und mehrere öffentlich-rechtliche Programme waren doppelt in SD und mit nicht benötigten regionalen Fenstern gespeichert.

• Umsetzung: Die Familie einigte sich beispielhaft auf eine kompakte Auswahl von rund 30 Sendern. Nicht benötigte SD-Versionen und entbehrliche Regionalfenster wurden entfernt. Die verbliebenen Sender wurden thematisch sortiert: Hauptprogramme an den Anfang, gefolgt von einem festen Bereich für Kinder- und Jugendprogramme sowie Dokumentationen. Zusätzlich aktivierten die Eltern beispielhaft geräteeigene PIN-Abfragen für bestimmte Kanäle und begleiteten die Mediennutzung durch persönliche Absprachen.

• Ergebnis: Die Favoritenliste schrumpfte auf 27 ausgewählte Sender. Die Familienmitglieder finden ihre bevorzugten Programmbereiche deutlich schneller; PIN-Abfragen und persönliche Absprachen dienen dabei als unterstützende Hürden, ohne vollständigen Schutz zu garantieren.

#### Fiktives Szenario 2: Mehrgenerationenhaushalt Weber mit drei Generationen

• Ausgangslage: Drei Generationen teilen sich zeitweise das Hauptgerät im Wohnzimmer. Über 80 unstrukturierte Kanäle führten regelmäßig zu langem Blättern. Durch automatische Sendersuchläufe waren zudem Nachrichtensender mehrfach in der Liste vorhanden.

• Umsetzung: Die Familie richtete beispielhaft zwei getrennte Favoritenbereiche ein: Eine Kernliste mit den 8 meistgesehenen Programmen auf den Programmplätzen 1 bis 8 für den schnellen Direktaufruf über einstellige Zifferntasten (Vollprogramme auf 1–5, regionale Heimatstation auf 6, Kultur auf 7–8) sowie eine zweite Gruppe für spezialisierte Sparten- und Nischenkanäle. Unbeabsichtigte Senderdoppelungen wurden bereinigt.

• Ergebnis: Die täglichen Hauptsender lassen sich nun direkt über die Zifferntasten 1 bis 8 anwählen, während zusätzliche Spartenprogramme bei Bedarf in der zweiten Favoritengruppe bereitstehen.

Kontinuierliche Pflege und Wartungsroutine: Den Überblick langfristig bewahren

Eine einmalige Bereinigung schafft sofortige Erleichterung, doch ohne minimale Pflege schleicht sich das Chaos nach einigen Monaten wieder ein. Um den aufgeräumten Zustand dauerhaft zu sichern, genügen einfache Haushaltsroutinen:

• Der regelmäßige Haushalts-Check: Prüfen Sie in größeren Abständen gemeinsam die Liste. Wurde ein Kanal über längere Zeit von niemandem eingeschaltet, kann er aus der Favoritenauswahl genommen werden, sofern er bei Bedarf wieder über die Gesamtliste hinzugefügt werden kann.

• Die „Einer rein, einer raus“-Regel: Wenn ein neues Programm in die Favoriten aufgenommen werden soll, wird im Gegenzug ein weniger gefragter Kanal entfernt. So bleibt die Gesamtzahl der Favoriten dauerhaft konstant.

• Achtsamkeit nach System-Updates: Überprüfen Sie nach automatischen Sendersuchläufen des Geräts kurz das Listenende. Neu angehängte Dubletten können so unmittelbar entfernt werden, bevor sie sich festsetzen.

• Schutz vor versehentlichem Verstellen: Sofern Ihre IPTV-App oder Ihr Fernsehgerät eine Menüsperre oder einen Schreibschutz für Senderlisten unterstützt (oft per PIN absicherbar), kann diese Funktion aktiviert werden. Dies verhindert, dass Kanallisten unabsichtlich umbenannt, gelöscht oder verschoben werden. Bitte beachten Sie, dass ein Listenschutz lediglich die Menüeinstellungen schützt, jedoch keinen Ersatz für eine geprüfte Jugendschutzfunktion oder persönliche Medienerziehung darstellt.

Fazit: Mehr Sehkomfort durch durchdachte Organisation

Ein entspannter Fernsehabend im Kreise der Familie beginnt nicht erst bei der Auswahl des Films, sondern bereits bei der Navigation auf der Benutzeroberfläche. Wer die Favoritenliste von überflüssigen Programmen und störenden Dubletten befreit, schafft spürbare Klarheit im Alltag. Das gemeinsame Abstimmen der Programmauswahl, das Bereinigen unnötiger Doppelungen und eine strukturierte Aufteilung erleichtern die tägliche Navigation spürbar. Eine aufgeräumte Liste reduziert Suchzeiten im Alltag. Um den Zugriff auf nicht altersgerechte Inhalte zu erschweren, können zudem verfügbare Jugendschutzeinstellungen des Geräts in Verbindung mit elterlicher Begleitung genutzt werden. Mit gelegentlicher Durchsicht bleibt die Favoritenauswahl dauerhaft ein praktisches Hilfsmittel für den gemeinsamen Fernsehhaushalt.

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Häufige Fragen

Wie viele Favoritensender sind für eine vierköpfige Familie empfehlenswert?

Es gibt keine feste technische Norm für die ideale Kanalzahl. Als rein optionales persönliches Orientierungsbeispiel kann etwa eine Spanne von 25 bis 40 Sendern dienen, um verschiedene Sparten wie Nachrichten, Spielfilme, Dokumentationen und Kinderangebote abzubilden. Entscheidend ist jedoch das individuelle Nutzungsverhalten des jeweiligen Haushalts; die Liste sollte so gewählt sein, dass sie für alle Nutzer übersichtlich bleibt.

Was sollte man tun, wenn nach einer Software-Aktualisierung Sender plötzlich doppelt erscheinen?

Wenn nach einem Update oder Kanallauf Einträge doppelt auftauchen, wurden häufig neue Programmreferenzen angehängt. Rufen Sie die Bearbeitungsansicht auf und prüfen Sie beide Einträge auf Bild- und Tonwiedergabe sowie eventuelle Reserve-Auflösungen. Testen Sie vor dem Entfernen an einem einzelnen Eintrag, ob Ihre App den Kanal lediglich aus den Favoriten nimmt und nicht aus der Hauptliste entfernt, und behalten Sie, sofern unterstützt, eine kompatible Sicherungskopie bereit.

Sind getrennte Benutzerprofile immer besser als eine gemeinsame Liste?

Das hängt von der jeweiligen Anwendung und den Vorlieben im Haushalt ab. Benutzerprofile ermöglichen zwar individuelle Zusammenstellungen, werden jedoch nicht von jeder IPTV-Software unterstützt. Zudem isolieren Profile je nach System nicht zwingend globale Kontoeinstellungen oder Favoriten auf allen Geräten, und Anpassungen müssen mitunter in mehreren Profilen wiederholt werden. In vielen Haushalten genügt daher eine gemeinsame, übersichtlich gegliederte Liste.

Wie verhindert man, dass Kinder beim Spielen mit der Fernbedienung die Senderliste verstellen?

Bietet das Gerät oder die IPTV-App eine PIN-Sperre für Systemeinstellungen oder die Senderverwaltung, kann dieser Schreibschutz aktiviert werden. Dadurch lassen sich Bearbeitungsmenüs vor versehentlichen Änderungen schützen. Beachten Sie jedoch, dass eine Menüsperre lediglich das Verstellen der Liste verhindert. Um Kinder vor ungeeigneten Inhalten zu schützen, sind separat aktivierte Jugendschutzfunktionen mit Altersfreigaben sowie elterliche Begleitung erforderlich.

Wann lohnt es sich, regionale Varianten öffentlich-rechtlicher Sender in den Favoriten zu behalten?

Hier muss zwischen eigenständigen Programmen und regionalen Teilfenstern unterschieden werden: Die Landesrundfunkanstalten der ARD (wie WDR, NDR oder BR) veranstalten jeweils eigene Dritte Fernsehprogramme mit ganztägigem Vollprogramm. Innerhalb einzelner Programme gibt es zu bestimmten Sendezeiten regionale Auseinanderschaltungen oder Lokalzeit-Ausgaben für bestimmte Teilregionen (wie etwa bei WDR Köln oder WDR Dortmund), während zu anderen Zeiten dasselbe Hauptprogramm läuft. Wer Speicherplätze sparen möchte, beschränkt sich bei solchen Fenstern meist auf die eigene Bezugsregion, behält aber Dritte Programme anderer Landesrundfunkanstalten in der Liste, wenn daran persönliches Interesse besteht.

Mehr dazu auf der Preisseite oder im FAQ-Bereich.